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Snacks füttern, aber richtig. Der Expertentalk mit Tipps zum Training für Hunde

Was oft unterschätzt wird: Snacks haben vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die über die typische „Liebesbekundung“ für unseren vierbeinigen Liebling hinausgehen! In unserem zootalk erfahrt ihr alles Wissenswerte rund um Snacks: Einsatz im Hundetraining oder Snacks zur Beschäftigung, zur Belohnung und zur Dentalpflege. 2 eingeladene Expertinnen werden uns Snacks aus fachkundiger Sicht näherbringen.


  • Welche Produkte sind besonders für Senioren geeignet?

    Vorzugsweise Snacks, die leichter zu Kauen sind, da älteren Hund das Kauen härterer Produkte oft schwerer fällt. Das kann aber von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein. Ein leichter zu kauender Naturkausnack wären die Phil & Sons Kausticks Rind. Als speziell auf die Bedürfnisse von älteren Hunden zugeschnittene Snacks haben wir die Senior FitBites von Briantos (mit Grünlippmuschel, kann die Gelenke unterstützen) oder Wild Bites Senior von Wolf of Wilderness (etwas weicher und dadurch leichter zu kauen).

  • Gibt es auch haltbare Snacks, die nur aus Gemüse bestehen?

    Ja, z.B. Greenwoods Veggie aus gefriergetrocknetem Gemüse.

  • Gibt es Naturkauartikel, die für Welpen geeignet sind?

    Generell eignen sich Naturkauartikel eher für ausgewachsene Hunde. Junghunden könnte man aber, weichere, nicht so schwer zu kauende Produkte, die nicht splittern anbieten. Hier würden sich z.B. Phil & Sons Fleischstangen (Ente, Pferd oder Rind) anbieten. Generell sollten (Natur-)Kauartikel nur unter Aufsicht gefüttert werden!

  • Was sind die Vorteile von Naturkausnacks?

    Naturkausnacks gibt es in diversen Grössen, Formen, Härtegraden und vor allem von verschiedenen Tierarten. Da sie jeweils nur von einer Tierart stammen, und kein Mischprodukt sind, eignen sie sich gegebenenfalls auch für ernährungssensible Hunde. Es kann so individuell für jeden Hund der richtige Kausnack gewählt werden.

  • Kann ich meinem Hund auch normale Leberwurst zum Schlecken geben?

    Wir raten dringend davon ab, normale Lebensmittel an den Hund zu verfüttern. Diese enthalten viele Zusatzstoffe und Gewürze, die für unsere Haustiere nicht geeignet sind. Eine Schleckleberwurst, auf die Bedürfnisse unserer Hunde abgestimmt, gibt es z.B. von Briantos, die Cream Team. Praktisch zu portionieren aus der Tube, ohne sich die Finger schmutzig machen zu müssen.

  • Kann es Sinn machen, meinen Hund nur aus der Hand zu füttern?

    Es gibt Hunde, die kommen damit sehr gut zurecht. Meistens ist die Kombination aber besser. Ein bisschen aus dem Napf zu füttern und zusätzlich aus der Hand. So ist der Hund nicht so aufgeregt vor lauter Hunger und kann sich besser konzentrieren. 

  • Wie trainiere ich am besten, wenn der Hund schnell abgelenkt ist?

    Indem ich die Ablenkung langsam steigere und die Übungen nur kurz halte. Die Distanz zur Ablenkung sollte langsam gesteigert werden. Des Weiteren belohne ich den Hund mit sehr guten Leckerlis draussen und reduziere evtl. das Futter, damit der Hund motivierter ist draussen mit mir zu arbeiten. Gut ist es, immer mit einem Erfolgserlebnis das Training zu beenden. 

  • Kann ich Leckerlies auch einsetzen, um Hunden das „Alleinbleiben“ beizubringen?

    Leckerlies eignen sich hier nicht, eher Kauartikel oder der Kong. Wenn ein Hund allerdings Probleme mit dem Alleinbleiben hat, wird das nicht helfen, da hier ein Training erfolgen muss. 

  • Wenn mein Hund an der Leine nicht mitläuft, darf ich ihn mit Leckerlies locken?

    Nein, da der Hund sonst lernt, dass er für das nicht Mitlaufen belohnt wird. Eher mit der Stimme loben, wenn der Hund läuft und ihn dazu körpersprachlich motivieren. Grundsätzlich sollte man hier der Ursache auf den Grund gehen, also warum der Hund nicht mitlaufen möchte. 

  • Mein Hund nimmt draussen keine Leckerlies an, was kann ich tun?

    Hier stellt sich die Frage, wo die Ursache liegt. Ist der Hund unsicher oder zu nervös? Erstmal muss das Warum geklärt werden. Dann könnte man probieren die Leckerlies mehr zu variieren. Eventuell hat der Hund keinen Hunger, weil er zu Hause zu viel Futter bekommt. Des Weiteren kann man auch ohne Leckerlis belohnen, zum Beispiel über die Stimme oder in dem man bestimmte Sachen freigibt (Spiel, buddeln usw. ).