{"url":"https://www.zooplus.ch/magazin/hund/hundegesundheit-pflege/sodbrennen-hund","title":"Sodbrennen beim Hund: Was hilft?","mag_id":418074,"is_single":true,"cat_name":"Hund","sub_cat_id":1526,"sub_cat_name":"Hundegesundheit und Pflege","cat_id":1521}
Wer schon mal Sodbrennen hatte, weiss, wie unangenehm dieses Gefühl ist. Auch Hunde können Sodbrennen bekommen. Doch wie äussert sich Sodbrennen beim Hund und was ist die Ursache? Auf welche Symptome Sie achten sollten und was Ihrem Hund hilft, erfahren Sie in diesem Artikel.
Sodbrennen ist eine Folge von einem Reflux (Rückfluss). Hierbei schiesst Mageninhalt mit saurer Magensäure wieder zurück in die Speiseröhre. Sodbrennen ist somit ein Leitsymptom (hinweisendes Krankheitszeichen) für Reflux und keine eigenständige Krankheit. Für Sodbrennen gibt es jedoch immer einen Grund, der unbedingt eine tierärztliche Hilfe erfordert.
Welche Hunde neigen zu Sodbrennen?
Grundsätzlich kann jeder Hund einen Reflux entwickeln und in der Folge unter Sodbrennen leiden. Der Grund dafür sind die vielen verschiedenen Möglichkeiten, die zu einem Rückfluss von saurem Mageninhalt führen können.
So erkennen Sie Sodbrennen beim Hund: Symptome im Überblick
Es gibt verschiedene Symptome, die ein Hinweis auf Sodbrennen bei Hunden sein können. Dazu zählen:
Je nach Ausmass und Ursache können die betroffenen Hunde zudem auch Schmerzen verspüren.
Wann sollte ich zum Tierarzt?
Wenn Ihr Hund Anzeichen von Sodbrennen zeigt, sollten Sie dies von einem Tierarzt untersuchen lassen. Das ist wichtig, denn unbehandelter Reflux kann zu schweren Entzündungen und Geschwüren in der Speiseröhre und im Magen führen.
Diagnose: Wie wird Reflux beim Hund erkannt?
Hat Ihr Hund Sodbrennen, ist es wichtig, die Ursachen zu ermitteln. Dafür ist eine tierärztliche Untersuchung erforderlich. Zunächst fragt der Tierarzt Sie, ob Ihr Hund Medikamente einnimmt und welche Symptome er wann und in welchem Ausmass zeigt. Anschliessend untersucht er Ihren Hund und leitet bei Verdacht auf Reflux weitere Untersuchungen ein.
Tests zum Auffinden der Reflux-Ursache
Für eine tiefergehende Analyse bei Sodbrennen eignen sich bildgebende Verfahren wie eine endoskopische Untersuchung der Speiseröhre und des Magens. Der Tierarzt kann zusätzlich die inneren Organe Ihres Hundes mittels einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung beurteilen.
Therapie: Was tun gegen Sodbrennen beim Hund?
Zwei Massnahmen sind erforderlich, um das Sodbrennen Ihres Hundes zu lindern: die symptomatische Behandlung und die Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache. Wenn Ihr Hund zum Beispiel einen Fremdkörper verschluckt hat, kann eine Operation notwendig sein, um ihn zu entfernen.
Was hilft gegen Sodbrennen beim Hund?
Um das Sodbrennen zu lindern, können verschiedene Massnahmen helfen:
Medikamente zur Verringerung der Magensäureproduktion (zum Beispiel Protonenpumpeninhibitoren, H2-Rezeptor-Antagonisten)
Hausmittel haben keine nachgewiesene Wirkung und sollten nur als Ergänzung zur tierärztlichen Behandlung eingesetzt werden. Um sicherzustellen, dass diese Mittel Ihrem Hund wirklich guttun, sollten Sie die Verabreichung immer zuerst mit Ihrem Tierarzt besprechen. Zu den bekanntesten Hausmitteln gegen Sodbrennen beim Hund zählen:
Hinweis: Die Wahl eines geeigneten Hunde-Diätfuttermittels kann die natürlichen Körperfunktionen Ihres Hundes unterstützen. Bitte beachten Sie aber, dass Diätfuttermittel Krankheiten weder heilen noch verhindern können. Die richtige Ernährung Ihres Hundes sollten Sie ausserdem immer mit Ihrem Tierarzt absprechen.
Ursachen: Was sind Auslöser für Sodbrennen beim Hund?
Grund für Sodbrennen ist ein Reflux im Übergang der unteren Verschlussmuskeln (Sphinkteren) der Speiseröhre und dem Eingang des Magens. Sind die Verschlussmuskeln insuffizient und schliessen sie nicht mehr vernünftig, kann der saure Mageninhalt wieder zurück in die Speiseröhre gelangen und dort zu Reizungen und Entzündungen der Schleimhaut führen.
Die zwei Hauptgründe für das Entstehen eines Reflux sind:
Eine Fehlfunktion der Sphinkteren oder
eine verstärkte Bildung von Magensäure.
Verschiedene Faktoren können einen Reflux begünstigen
Es gibt mehrere Faktoren, die dazu führen können, dass Ihr Hund einen Reflux und Sodbrennen entwickelt, unter anderem:
Eine Futterumstellung kann Sodbrennen beim Hund vorbeugen.
Vorbeugung: Wie kann ich Sodbrennen bei meinem Hund verhindern?
Obwohl es nie eine hundertprozentige Sicherheit gibt, können Sie das Risiko von Sodbrennen bei Ihrem Hund mithilfe verschiedener Massnahmen verringern.
Auf ausgewogene Ernährung achten und Gewicht kontrollieren
Die Ernährung hat einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts Ihres Hundes. Indem Sie die Ernährung an die Bedürfnisse Ihres Hundes anpassen und hochwertiges Hundefutter füttern, können Sie vielen Risikofaktoren wie Übergewicht oder Magenerkrankungen vorbeugen.
Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Hund jeden Tag genügend frisches Trinkwasser trinkt, damit er nicht dehydriert.
Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag füttern
Eine grosse Portion Futter kann den Magen Ihres Hundes überlasten. Es ist daher besser, ihn mehrmals über den Tag verteilt zu füttern und die Rationen entsprechend zu verringern. Dies ist übrigens auch ein allgemeiner Ratschlag, um das Risiko einer Magendrehung zu vermindern.
Stress vermeiden
Wer gestresst ist, hat oft auch Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt. Das gilt auch für Tiere. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Hund eine liebevolle und stressfreie Umgebung hat.
Eine ausgewogene Kombination aus regelmässiger Bewegung, artgerechter Auslastung und Ruhephasen trägt zum Wohlbefinden Ihres Vierbeiners bei und kann helfen, das Sodbrennen zu lindern.
Tierärztliche Check-Up-Untersuchungen wahrnehmen
Sodbrennen kann die Folge einer ernsthaften Erkrankung sein. Es ist deshalb sehr wichtig, dass Sie Ihren Hund mindestens einmal im Jahr zu einem Tierarzt bringen, um eventuelle Grundkrankheiten frühzeitig erkennen und behandeln zu können.
An der Justus-Liebig-Universität Giessen wurde ich umfassend zur Tierärztin ausgebildet und durfte Erfahrungen in verschiedensten Bereichen wie die Kleintier-, Grosstier- als auch Exotenmedizin sowie Pharmakologie, Pathologie und Lebensmittelhygiene sammeln.
Seitdem arbeite ich nicht nur als tierärztliche Autorin, sondern auch an meiner wissenschaftlich geprägten Dissertation. Mein Ziel ist es, Tiere vor krankheitserregenden bakteriellen Erregern zukünftig besser zu schützen.
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