Hunderassen

Hunde waren früher reine Nutztiere und mussten einen Zweck erfüllen. In Anlehnung daran hat man die Hunderassen in Gruppen und Sektionen unterteilt. Die Gesamtheit der Hunderassen wurde 1983 von Raymond Triquet neu definiert. Er unterschied 10 Gruppen mit charakteristischen Merkmalen. Weiterlesen

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Die wichtigsten Charakterzüge

Mein Hund sollte sein

Aussehen

Grösse
KleinMittelGrossExtra Gross
Fell
Haarlos / HypoallergenKurzhaarLanghaar
Farbe
SchwarzRot / HellbraunBlau / GrauBraun / Schoko / LiverCremeWeissRehbraunGold / Gelb
Muster
ZweifarbigDreifarbigMerleTuxedoHarlequin / GepunktetGefleckt / Gemasert / GesprenkeltTabbySableSaddle / Blanket

FCI-Gruppe

11 min

American Pit Bull Terrier

Zwar werden umgangssprachlich einige Hunde ähnlicher Statur „Pitbull“ genannt, doch nur der American Pit Bull Terrier trägt den Namen offiziell – und dies auch nur in den USA, denn europäische Vereine erkennen die Rasse nicht als eigenständig an. Meist handelt es sich bei in Europa vorkommenden „Pit Bulls“ also um American Staffordshire Terrier oder Mischlinge. Gemeinsam ist allen Pit Pulls jedoch, dass ihnen ein schlechter Ruf als „Kampfhund“ vorauseilt.
11 min

Appenzeller Sennenhund

Der Appenzeller Sennenhund ist nichts für Stubenhocker: Der Rassehund aus dem Appenzeller Land, der als Bauern- und Hütehund gezüchtet wurde, ist ein Energiebündel durch und durch. Bei einem sportlichen Besitzer, der ihm genügend Auslauf bietet, fühlt sich der bellfreudige Naturbursche aber auch in der Rolle des Familienhundes wohl.
13 min

Australian Shepherd

Einst für die Hütearbeit gezüchtet, benötigt der mittelgrosse, hübsche Australian Shepherd anspruchsvolle und vielseitige Beschäftigungsangebote, die ihn körperlich und geistig fördern.
10 min

Beagle

Die kurzen Beine des Beagles können täuschen – diese mittelgrosse Hunderasse hält Sie in Bewegung und ist immer für Überraschungen gut! Die freundlichen Hunde sind aktiv, unerschrocken und durchaus clever.
13 min

Belgischer Schäferhund (Malinois)

Den eleganten und anspruchsvollen Belgischen Schäferhund gibt es in vier verschiedenen Varietäten, die sich optisch stark unterscheiden. Gemein ist ihnen ihr enormer Bewegungs- und Beschäftigungsdrang, der viel Zeit und Erfahrung seitens des Halters verlangt.
12 min

Berner Sennenhund

Dürrbächler, Gelbbäckler, Vieräugler? Der ehemalige Bauernhund aus dem Berner Oberland ist unter vielen Namen bekannt und heute auf der ganzen Welt als Familienhund beliebt. Ihren Menschen begegnen Berner Sennenhunde mit einer grossen Portion Herzenswärme – wenngleich sie draussen in der Natur lieber Schnee und Kälte mögen.
11 min

Bernhardiner

Mit seinem berühmten Vorfahren Barry, der über 40 Lawinenopfern das Leben rettete, hat der heutige Bernhardiner nicht mehr viel gemein. Zu schwer und zu massig ist er, um als Lawinenhund zu taugen. Die angeborene Hilfsbereitschaft, seine Gutmütigkeit und Kinderliebe hat sich der sagenumwobene Riese jedoch bis heute bewahrt.
11 min

Bolonka-Zwetna

Das „bunte Schosshündchen“ aus Russland, wie der Name übersetzt lautet, erfreut sich auch ausserhalb seines Heimatlandes wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, denn schliesslich ist der Bolonka Zwetna ein richtiger kleiner Sonnenschein, der mit seinem fröhlichen und unkomplizierten Charakter seinen Besitzern viel Freude bereitet.
13 min

Border Collie

Der intelligente und anspruchsvolle Border Collie mit dem mittellangen oder stockhaarigen Fell ist ein Hütehund durch und durch – als Familienhund ist er deshalb nur bedingt geeignet.
12 min

Cane Corso

Souverän und gelassen – so wirkt ein ausgeglichener Cane Corso Italiano. Inoffiziell ist die aus Süditalien stammende Rasse auch unter den Namen „Italienische Dogge“ oder „Italienischer Moloss“ bekannt. Sie gewinnt ausserhalb Italiens langsam mehr an Bekanntheit und eignet sich vor allem für sportliche Halter mit viel Platz und Hundeerfahrung.
12 min

Cavalier King Charles Spaniel

Ein besonders herausragendes Merkmal unterscheidet den Cavalier King Charles Spaniel vom King Charles Spaniel: seine Nasenlänge. Beide Rassen sind nach den Königen Charles I. und Charles II. benannt, die grosse Spaniel-Freunde waren. Bis heute hat der Cavalier King Charles Spaniel nichts von seinem ursprünglichen Charme verloren.
12 min

Chihuahua

Die weltweit kleinste Hunderasse hat die berühmtesten Herrchen der Welt und eine der höchsten Lebenserwartungen. Der Chihuahua ist ein Hund der Superlative, der in den Handtaschen von Madonna, Britney Spears oder Paris Hilton zuhause ist. Dabei ist der mexikanische Rassehund viel mehr als ein luxuriöses Schosshündchen.
12 min

Chow-Chow

Goldbraunes Fell mit mächtiger Mähne, kompakte Statur – ein Chow-Chow beeindruckt allein schon durch seine majestätische Erscheinung. Doch die urtümliche Hunderasse, die zu den ältesten der Welt zählt, ist nicht nur prächtig anzusehen, sondern zeichnet sich auch durch einen ganz besonderen Charakter aus: Manche sagen, dass Chow-Chows aufgrund ihrer Eigenwilligkeit eher das Wesen einer Katze als das eines Hundes besitzen. Wer mit einem Chow-Chow Freundschaft geschlossen hat, weiss, dass die Hunde nicht nur die Optik, sondern auch das Herz eines Löwen haben.
11 min

Dackel

Der sprichwörtliche Dackelblick hat schon so manches Tierfreunde-Herz zum Schmelzen gebracht. Erfahren Sie hier alles rund um die kompakten Dachshunde, auch „Dackel“ oder „Teckel“ genannt.
11 min

Dalmatiner

Der mittelgrosse bis grosse Dalmatiner mit der unverwechselbaren weiss-schwarzen Fellfärbung ist ein sehr bewegungsfreudiger Hund, der gern körperliche und geistige Herausforderungen sucht.
12 min

Deutscher Boxer

Stämmig und flink, stur und ausgeglichen, friedlich und verteidigungsbereit – Ein Deutscher Boxer scheint eine Hunderasse voller Widersprüche zu sein. Doch gerade diese Vielseitigkeit macht den Boxer-Hund zu einem wahren Multitalent.
13 min

Deutscher Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund ist die meistverbreiteste Gebrauchshunderasse der Welt, doch dank ihrer lernfreudigen und menschenbezogenen Art eignen sich die vielseitigen Hunde auch für ein Leben in der Familie.
11 min

Dobermann

Scharfer Wachhund oder ein etwas zu gross geratener Schosshund? Beim Dobermann scheiden sich die Geister. Das Image als gefährliche Bestie haftet dieser Hunderasse nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Leinwandauftritte an. Doch spätestens seit der erfolgreichen amerikanischen Serie „Magnum“ geniessen Dobermänner auch Kultstatus.
12 min

Entlebucher Sennenhund

Der Entlebucher Sennenhund ist der Kleinste unter den Sennenhunderassen und besitzt ebenso wie seine vier „Brüder“ die typisch dreifarbige Zeichnung. Trotz seiner Kompaktheit ist er sehr flink und wendig. Als ehemaliger Hüte- und Treibhund braucht er auch als Familienhund ausreichend Bewegung und Beschäftigung.
12 min

Französische Bulldogge

Die fröhlichen Französischen Bulldoggen, von ihren Fans gerne auch „Bullys“ genannt, sind sympathische Kleinhunde, die mit Charme und grossem Schmuse-Bedürfnis schnell jeden Hundefreund um die Pfote wickeln.
12 min

Golden Retriever

Der mittelgrosse Golden Retriever ist ein grosser Kinderfreund und idealer Familienhund: Er ist sehr menschenbezogen und leichtführig, benötigt allerdings ein wenig Fellpflege und viel Auslauf.
11 min

Havaneser

Dieser aus Kuba stammenden Vierbeiner mit europäischen Wurzeln ist ein echter Allrounder für jeden Hundefreund, der gerne mit einem unkomplizierten, lebhaften Charmeur zusammenlebt.
11 min

Islandhund

Die einzige ursprüngliche Hunderasse Islands ist mittlerweile auf der ganzen Welt zu finden – keinesfalls in Scharen, aber hier und da begegnet der aufmerksame Hundefreund immer mal wieder einem der robusten Vierbeiner. Erfahren Sie hier Grundlegendes über den freundlichen Islandhund.
12 min

Jack Russell Terrier

Klein, klug und quirlig – die noch junge Rasse kann eine stattliche Anzahl Fans unter den Hundefreunden für sich verbuchen. Als „Jack Russell Terrier“ bezeichnet man eine seit dem Jahr 2000 von der FCI anerkannte, eigenständige Rasse mit britischen Wurzeln. Von ihrem nahen Verwandten, dem Parson Russell Terrier, unterscheiden den Jack Russell Terrier die kurzen Läufe.
11 min

Labradoodle

Der Labradoodle, Pionier unter den „Designer Dogs“. Während es in Australien ernsthafte Bemühungen gibt, diesen Mischling aus Pudel und Labrador Retriever als eigenständige Rasse zu etablieren, werden die meisten der in Europa anzutreffenden Exemplare nicht nach einem Standard gezüchtet.
12 min

Labrador Retriever

Leichtführig, menschenfreundlich und belastbar: der mittelgrosse Labrador Retriever ist als Familienhund überaus beliebt, möchte als ursprünglicher Arbeitshund aber auch körperlich und geistig gefördert werden.
10 min

Leonberger

Bereits Kaiserin Sissi soll diesen Löwen unter den Hunderassen besessen haben. Schliesslich beeindruckt der grosse Leonberger nicht nur durch seine stolze Löwenmähne und seinen harmonischen Körperbau, sondern vor allem durch seine selbstbewusste Gelassenheit und sein kinderliebendes Wesen.
12 min

Malteser

Als kluge und lebhafte Begleithunde begeistern die kleinen, schneeweissen Malteser zahlreiche Tierfreunde. Sie sind tierisch gute Gefährten für Menschen, die ihren Vierbeiner immer gerne um sich haben und denen die Pflege des seidenweichen Fells Freude bereitet.
11 min

Maltipoo

Ob Golden Doodle, Cockapoo oder Maltipoo – all diese Hunderassen haben eins gemeinsam: Es handelt sich bei ihnen um Hybridhunde, die aus der Kreuzung von Pudel und jeweils einer anderen etablierten Rasse hervorgehen. Aktuell sind solche hübschen „Designer Dogs“ recht beliebt. Allerdings sollten sich Hundefreunde vor der Entscheidung für einen der sympathischen Hunde auch mit den kritischen Aspekten zum Thema „Hybridzucht“ auseinandersetzen.
10 min

Mops

„Multum in parvo“ – der bekannte lateinische Satz beschreibt den Mops sehr treffend. Denn in seinem kleinen Körper steckt tatsächlich „viel Hund“. Mit seinem unvergleichlichen Charme und Humor, gepaart mit Intelligenz und Tiefe, sorgt der Mops im Alltag seines Herrchens stets für gute Unterhaltung.
14 min

Parson Russell Terrier

Der Parson Russell Terrier ist ein vorwiegend weisser und hochläufiger Hund aus Grossbritannien. Bis 1999 wurde er zusammen mit den niederläufigen Terriern dieses Typs als Jack Russel Terrier geführt. Er ist ein hervorragender und vielseitig einsetzbarer Jagdhund, der sich dank seines freundlichen Wesens aber auch in einer sportlich aktiven Familie wohlfühlt.
10 min

Pomsky

Beim Pomsky handelt es sich um eine (fast) unwiderstehliche Mischung zweier Rassen: Er ist eine Kombination aus dem „Pomeranian“, zu Deutsch „Zwergspitz“, mit dem Siberian Husky. Das Ziel dieser Hybrid-Rasse ist es, die Schönheit des Huskys mit dem anhänglichen Charakter des Zwergspitzes sowie dessen kleinem Format zu vervollkommnen. Doch wie alle „Designer Dogs“ hält auch der Pomsky vor allem viele Überraschungen parat.
12 min

Pudel

„Das also war des Pudels Kern!“ In dem berühmten Drama Faust I. von Johann Wolfgang Goethe erscheint Mephisto in der Gestalt eines Pudels. Doch was ist in Wirklichkeit der Kern dieses traditionsreichen Rassehundes? Sicher ist, Pudel sind viel mehr als gestylte Mode-Hündchen. Grund genug, sich dem Pudel intensiver zu widmen.
12 min

Rhodesian Ridgeback

Dieser schnörkellos schöne Hund aus Südafrika findet in Europa mehr und mehr Anhänger. Kein Wunder, denn der robuste Jagdbegleiter fasziniert mit seinem stolzen, mutigen Wesen in Kombination mit einer freundlichen Sanftheit gegenüber seinen Bezugspersonen. Um „Ridgies“, wie ihre Fans sie auch gerne nennen, artgerecht halten zu können, braucht es neben viel Platz allerdings auch einen grossen Erfahrungsschatz rund um den Hund.
11 min

Rottweiler

Harte Schale, weicher Kern: der Rottweiler ist ein kräftiger, unerschrockener und selbstsicherer Hund, der als Wach- und Polizeihund auch mal die Zähne zur Warnung zeigt. Doch als Familienhund zeigt sich der einstige Metzgerhund auch von seiner sanften Seite: anhänglich, treu und verschmust!
12 min

Shiba Inu

Das plüschige Fell und die handliche Grösse machen den Shiba Inu auf den ersten Blick zu einem attraktiven Begleiter für viele Hundefreunde. Doch das Zusammenleben mit dem japanischen Spitz erfordert einiges an Know-how rund um Hundeerziehung sowie viel Freude an gemeinsamer Bewegung.
12 min

Shih Tzu

Trotz seiner kleinen Grösse ist der Shih Tzu ein aussergewöhnlicher Hund, der viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Hinter der langen Mähne des einstigen Tempelwächters steckt ein verspielter Vierbeiner mit einem eigenen Kopf, der vielen Hundefreunden ein treuer Gefährte ist.
12 min

Sibirischer Husky

Die strahlend blauen Augen und die typische Fellzeichnung sind für viele die auffallendsten Merkmale eines Siberian Husky und lassen uns an winterliche Landschaften und Schlittenhunde-Rennen denken. Doch immer häufiger flanieren die nordischen Schönheiten auch durch südlichere Gefilde oder scheinen sich sogar zum Stadthund zu mausern. Erfahren Sie im Folgenden, was es bei der Haltung der Vierbeiner zu beachten gibt.
12 min

Weimaraner

Der Weimaraner gilt als die älteste deutsche Vorstehhunderasse und ist bis heute ein vielseitiger und passionierter Jagdgebrauchshund. Doch der Aristokrat unter den Hunden mit dem silbrig glänzenden Fell und dem stolzen Ausdruck wird auch bei Nicht-Jägern zunehmend beliebt. Als Familienhund eignet er sich allerdings nur, wenn er ausreichend Ersatzbeschäftigung erfährt.
12 min

Yorkshire Terrier

Der kleine Yorkshire Terrier mit dem langen, feinen Fell und dem adretten Aussehen hat es faustdick hinter seinen kleinen Ohren. Als ehemaliger Rattenjäger aus der nordenglischen Grafschaft Yorkshire hat er ein grosses Selbstbewusstsein und möchte auch als Haus- und Begleithund von seinen Besitzern ernst genommen werden.
10 min

Zwergspitz

Die kleinen Wirbelwinde beeindrucken nicht mit Grösse, dafür aber mit Freundlichkeit, Selbstbewusstsein und Energie. Kein Wunder also, dass immer mehr Vierbeiner dieser Spitz-Variante die Herzen und Haushalte zahlreicher Hundefreunde erobern. Entdecken Sie den Zwergspitz!

Der kynologische Dachverband FCI (Fédération Cynologique Internationale) hat diese Kategorisierung weltweit offiziell gemacht. Zu jeder Hunderasse gehört ein FCI Mitgliedsland, das als Ursprungsland der jeweiligen Rasse gilt.

In der Kategorie Hunderassen finden Sie eine ausführliche Beschreibung der 10 FCI- Hunderassen Hauptgruppen. Darin erfahren Sie Wesentliches über Ihre Geschichte, Charaktereigenschaften, Vorlieben und Abneigungen, zu Gesundheit und Ansprüchen. Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir Ihnen die einzelnen Hunderassen näher vor.

Die FCI-Gruppen und Sektionen der Hunderassen

Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde

Allen Hunderassen dieser Gruppe ist der starke Wille zum Arbeiten gemeinsam. Hütehunde sind intelligente Arbeitstiere und werden für ihre Wachsamkeit geliebt. Sie bellen kaum und ordnen sich dem Menschen schnell unter. Dagegen ist das wichtigste Arbeitsmittel von Treibhunden ihr Bellen, nur so können sie die Schafherden zusammentreiben. Als Wohnungshunde oder zum Spazieren gehen eignen sie sich nicht. Der Bearded Collie ist ein fröhlicher, ausgeglichener und leicht erziehbarer Hund. Typisch für diese Hunderasse ist der unternehmungslustige Gesichtsausdruck. Der weisse Schweizer Schäferhund entwickelte sich aus Kanada kommend zu einer eigenständigen Rasse. Die kinderlieben, aufmerksamen, aber keineswegs aggressiven Tiere eignen sich gut als Wachhunde.

Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen

Hier finden wir neben Pinscher und Schnauzer die Rassen Smoushond, Russischer Schwarzer Terrier, doggenartige Hunde, Berghunde und Berner Sennenhunde. Zu den Pinschern zählen auch Dobermann und Zwergpinscher. Die Tiere sollen Anfang des 19. Jahrhunderts von England ausgehend auf dem europäischen Festland eingeführt worden sein. Affenpinscher ist eine der ältesten Hunderassen in Deutschland, die sich fast unverändert erhalten hat. Die Tiere werden bis zu 15 Jahre alt und sind dem Menschen sehr zugetan. Sie schmusen gerne, sind gute Wachhunde und brauchen wenig Auslauf.

Gruppe 3: Terrier

In dieser grossen Gruppe finden wir hochläufige und niedrigläufige Terrier, bullartige Terrier und Zwergterrier. Aufgrund seiner stattlichen Escheinung gilt der Airedale Terrier als König der Terrier.  Er stammt aus der englischen Grafschaft Yorkshire. Hier brauchten die Bergleute, Arbeiter und Farmer unempfindliche Hunde für die Wasserjagd und zum Viehtreiben. Airedale Terrier waren hierfür ideal und fanden aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit schnell viele Anhänger. Der Australian Terrier passt auch in die Stadtwohnung, sofern er genügend Auslauf bekommt. Ursprünglich war auch er ein Hütehund, denn er ist robust, kälteunempfindlich und stark. Auch Drahthaar Foxterrier sind in Europa sehr verbreitet. Sie wurden in England für die Fuchsjagd eingesetzt und sind auf zahlreichen historischen Gemälden Englands zu sehen.

Gruppe 4: Dachshunde

Der Dachshund, auch Dackel oder Teckel genannt, ist seit dem Mittelalter bekannt. Aus Bracken züchtete man fortlaufend niederläufige Hunde, die sich zur Jagd über und unter der Erde eigneten. So entstand die Hunderasse Dackel. Die Tiere haben ein kurzes, dichtes und anliegendes Haarkleid in zahlreichen Farbabstufungen zwischen Schwarz und Rotbraun. Dackel sind ausgeglichen, ausdauernd, haben eine feine Nase und sind flink. Dachshunde werden in drei Grössen (Teckel, Zwergteckel und Kaninchenteckel) und nach den Haarlängen Kurzhaar-, Rauhaar- und Langhaardackel gezüchtet. Der muskulöse Rauhaardackel braucht wenig Auslauf, kann 17 Jahre alt werden und ist ein guter Wachhund.

Gruppe 5: Spitze und Hunde des Urtyps

Zu den Spitzen gehören Schlittenhunde, nordische Jagdhunde, nordische Wach- und Hütehunde, europäische und asiatische Spitze. Der Deutsche Spitz ist ein Nachfahre des steinzeitlichen Torfhundes und damit die älteste Hunderasse Mitteleuropas. Spitze fallen durch ihr schönes Haarkleid auf, das durch viel Unterwolle absteht. Die flinken Augen und spitze Ohren verleihen ihnen ihr keckes Aussehen. Der Deutsche Spitz ist lebhaft, aber sehr anhänglich und gelehrig. Sie können ihn leicht erziehen. Da er Fremden gegenüber misstrauisch ist, eignet er sich gut als Wachhund. Die nordischen Rassen sind beliebte Hütehunde mit warmem Fell.

Gruppe 6:  Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen

Laufhunde haben feine Spürnasen und helfen dem Menschen seit Jahrhunderten bei der Jagd. Sie nehmen Witterung auf und folgen bellend der Spur. Vertreter sind beispielsweise English Foxhound, Schweizerischer Niederlaufhund, Otterhund, Französischer Laufhunde oder Beagle. Schweisshunde sind auf das Stellen von verletztem Schalenwild spezialisierte Jagdhunde. Sie haben wie Laufhunde einen ausgeprägten Geruchssinn und suchen explizit nach der Spur des verletzten Wildtieres. Typische Vertreter sind Bayerischer Gebirgsschweisshund und die Alpenländische Dachsbracke.  Laufhunde sind für die Jagd mit der Meute ausgebildet, Schweisshunde verrichten ihre Arbeit alleine.

Gruppe 7: Vorstehhunde

Man unterscheidet kontinentale Vorstehhunde wie Braque, Spaniel und Griffon sowie britische und irische Vorstehhunde wie Pointer und Setter. Vorstehhunde apportieren bereitwillig erlegtes Wild. Sie wurden, seitdem es Feuerwaffen gibt, vermehrt gezüchtet und sind sehr vielseitige Tiere. Sie töten nicht, sondern zeigen dem Jäger ganz ruhig den Standpunkt des Wildes an. In dieser Rolle sind sie heute zwar weniger gefragt, aber da sie die Eigenschaften mehrerer Jagdhunderassen vereinen, sind sie als treue Gefährten sehr beliebt. Von Laien sollten sie jedoch nicht als Haustier gehalten werden. Sie gehören in die Hände von Jägern.

Gruppe 8: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde

Apportierhunde sind Jagdhunde, die Federwild finden und zum Jäger zurückbringen. Stöberhunde suchen im Dickicht selbstständig nach Niederwild. Zu dieser Kategorie zählen beispielsweise Amerikanischer und English Cocker Spaniel, English Springer Spaniel, Field Spaniel, Kooikerhondje und Welsh Springer Spaniel. Wasserhunde eignen sich für die Hilfe beim Fischen. Der American Spaniel ist eine Züchtung des English Spaniel und die kleinste Spaniel Rasse. Der Chesapeake Bay Retriever wurde speziell für die Wasserjagd gezüchtet und muss sich neben Apportieren auch durchs Eis brechen und kaltes Wasser aushalten können.

Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

Diese Tiere dienen dem Hundehalter vor allem als Begleiter und Sozialpartner. In dieser grossen Gruppe finden wir Bichons, Pudel und kleine belgische Hunderassen, aber auch tibetanische Hunde, haarlose Hunde, Pekinesen und Chihuahuas. Der Bichon Frisé beispielsweise ist lustig, unabhängig und temperamentvoll. Er lernt schnell und lässt sich leicht erziehen. Der Bologneser hat einen zarten Körperbau, ist umgänglich und familienfreundlich. Bolonka Zwetna dagegen ist ein richtiges Schosshündchen. Da die Hunderasse freundlich und lebhaft ist, eignen sich diese Tiere als Spielkamerad. Der Boston Terrier hat ein sehr ausgewogenes Temperament. Der doggenartige Hund wurde erstmals in Boston in den 1970er Jahren gezüchtet.  Er ist klug, etwas lebhaft, entschlossen und liebenswürdig. Seit seiner Entdeckung 1850 gilt der Chihuahua als kleinste Hunderasse der Welt. Man nimmt an, dass er von den Opferhunden des alten Mexiko abstammt. Ab dem 19. Jahrhundert verkauften Bauern der Provinz Chihuahua die Tiere auch an Touristen und die Hunderasse verbreitet sich bis nach Europa. Der Chihuahua kann sämtliche Charaktereigenschaften von wachsam bis verspielt aufweisen.

Gruppe 10: Windhunde

Ob langhaarige, kurzhaarige und rauhaarige Windhunde, diese schlanken, langbeinigen Hunde gehören mit den Geparden zu den schnellsten Landtieren der Erde. Sie wurden schon früh auf eine bestimmte Verwendung hin gezüchtet und jagen auf Sicht. Je nach Herkunft unterscheidet man okzidentale und orientale Windhunde. Charakteristisch für die orientalen Hunde sind  ihre Schlappohren und ein eigenständiges Wesen, während die okzidentalen Windhunde Sprinter sind und Rosenohren besitzen.

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