Cane Corso

Verfasst von zooplus Redaktion

Souverän und gelassen – so wirkt ein ausgeglichener Cane Corso Italiano. Inoffiziell ist die aus Süditalien stammende Rasse auch unter den Namen „Italienische Dogge“ oder „Italienischer Moloss“ bekannt. Sie gewinnt ausserhalb Italiens langsam mehr an Bekanntheit und eignet sich vor allem für sportliche Halter mit viel Platz und Hundeerfahrung.

Cane Corso beim Spazieren

Aussehen: Grosser Hund mit nachdenklichem Blick

Der Cane Corso ist ein kräftiger, grosser Hund: Rüden können bis zu 68 cm Widerristhöhe erreichen, Hündinnen bis zu 64 cm. Dabei bringen die stattlichen Erscheinungen maximal 50 kg auf die Waage und sollen dem Standard gemäss etwas länger als hoch gebaut sein.

Kopf, Ohren und Fell des Cane Corso

Aufgrund der markanten Stirnfurche und den betonten Augenbrauenbögen schaut der Cane Corso immer leicht nachdenklich drein. Der Kopf ist insgesamt breit und von dreieckigen Hängeohren umrahmt. Im Ursprungsland Italien werden diese noch häufig – ebenso wie die Rute – kupiert, was jedoch in den meisten anderen Ländern verboten ist.

Das kurze, glänzende Fell ist sehr dicht mit wenig Unterwolle und in den Farben schwarz, grau, falb und rot zu bewundern, wobei auch gestromte Varianten in allen Schattierungen erlaubt sind.

Cane Corso Blue: Schönheit mit Schattenseiten

Der Cane Corso Blue ist eine Farbvariante der Cane Corso-Rasse, die für ihr auffälliges blau-graues und schimmerndes Fell bekannt ist. So ästhetisch viele diese Optik auch finden, ist Vorsicht geboten: Denn die blau-graue Fellfarbe bei Hunden, wie sie beim Cane Corso Blue vorkommt, kann mit gesundheitlichen Problemen verbunden sein.

Grund dafür ist die sogenannte Colour Dilution Alopecia (CDA): Diese Erkrankung, auch bekannt als Blue Dog Syndrom, ist ein genetischer Defekt, der bei Hunden mit blau-grauem Fell auftritt. Sie führt zu Haarausfall, Hautproblemen und einer erhöhten Empfindlichkeit der Haut.

Säker och avslappnad - så ser en balanserad Cane corso Italiano ut. Inofficiellt är rasen, som kommer från södra Italien, också känd under namnet
Seine markante Stirnfurche und die betonten Augenbrauenbögen verleihen dem Cane Corso einen nachdenklichen Gesichtsausdruck.

Charakter und Temperament: Ist ein Cane Corso als Familienhund geeignet?

Eine gute Erziehung vorausgesetzt, können Cane Corsos mit zahlreichen tierisch guten Charaktereigenschaften punkten: Sie gelten als gelehrig, verspielt, kinderlieb und loyal.

Als optimale Wachhunde dulden sie keine Unbekannten – egal ob Mensch oder Tier – in ihrem Revier. Ausserhalb davon sind sie eher zurückhaltend, das heisst Fremden gegenüber ignorant bis abweisend. Die Familie ist ihr Ein und Alles und wird im Notfall verteidigt.

Ist der Cane Corso in der Schweiz ein Listenhund?

Zwar ist ein Cane Corso nie grundlos aggressiv, doch durchaus willens, sein Revier und seine Lieben kompromisslos zu verteidigen. Der starke Schutztrieb und das Temperament des Cane Corso Italiano mögen dazu beigetragen haben, dass die Rasse in einigen Gebieten der Schweiz und Deutschland als Listenhund, für dessen Haltung bestimmte Auflagen zu erfüllen sind, geführt wird.

Im Kanton Genf ist die Haltung eines Cane Corso verboten. In anderen Kantonen, wie beispielsweise in Glarus, Tessin sowie Thurgau, besteht für die Rasse eine Bewilligungspflicht.

Mancherorts gilt der Cane Corso also als sogenannter Kampfhund. Mit konsequenter Erziehung und klarer Unterordnung ist der Cane Corso jedoch ein souveräner und loyaler Begleiter.

Wie stark beisst ein Cane Corso?

Der Cane Corso Italiano verfügt über einen äusserst kräftigen Kiefer und gehört daher zu den Hunderassen mit der grössten Beisskraft. Die Beisskraft wird in Pound-force per Square Inch (PSI) gemessen und beträgt beim Cane Corso 700 PSI. Diese Zahl sagt jedoch nichts über etwaiges aggressives Verhalten aus – sie bezieht sich lediglich auf die anatomischen Gegebenheiten dieser Rasse.

Haltung: Ist der Cane Corso ein Anfängerhund?

Die Erziehung dieses stattlichen Vierbeiners erfordert viel Know-how rund um Hunde und einiges an Fingerspitzengefühl: Der Cane Corso braucht eine einfühlsame, konsequente und klare Rudelführung. Da er bei falscher Erziehung aufgrund seines Schutztriebs und seiner Grösse kaum kontrollierbar ist, gehört er nicht in Anfängerhände.

Die klare Erziehung eines Cane Corso setzt ein hohes Mass an Verantwortungsbewusstsein sowie Konsequenz voraus und ist nicht mit angelesenem Wissen, sondern nur in Kombination mit Hundeerfahrung zu meistern. Besonders wichtig ist die frühe Sozialisierung der Welpen und Junghunde, weswegen Sie als Cane-Corso-Besitzer unbedingt eine Hundeschule aufsuchen sollten.

Beschäftigung der italienischen Dogge

Nur ein beschäftigter Cane Corso ist ausgeglichen – die Vertreter der Rasse sind und bleiben Arbeitshunde. Trotz der massigen Erscheinung ist der Cane Corso ein sportlicher Hund, der seinen Besitzer gerne überallhin begleitet: Nach entsprechendem Training läuft er beispielsweise am Velo mit und gibt einen ausgezeichneten Reitbegleithund ab.

Hundesport mit dem Cane Corso

Er eignet sich gut für Obedience oder als Sanitätshund. Auch als Fährtenhund hat er die Schnauze weit vorn. Der ohnehin schon starke Schutztrieb des Cane Corso sollte nicht weiter gefördert werden. Für Agility ist er aufgrund seines Körpergewichts eher weniger geeignet.

Pflege: Wenig Aufwand beim Cane Corso

Die Fellpflege beim Cane Corso hält sich in Grenzen. Es reicht, ihn alle paar Tage zu bürsten, um lose Haare zu entfernen. Während des Fellwechsels kann der Cane Corso zusätzlich mit einem Trimmmesser von losen Haaren befreit werden.

Die Hunde benötigen normalerweise kein Bad – sollte sich Schmutz hartnäckig im Fell halten, der sich nicht ausbürsten lässt, können Sie ihn mit einem milden Hundeshampoo auswaschen.

Da die italienische Dogge im Vergleich zu anderen Doggen feste Haut im Bereich von Kiefer und Schnauze hat, sabbert sie kaum. Für die Zahnpflege eignet sich die Gabe von speziellen Zahnpflegesnacks oder Trockenkauartikeln aus dem Fachhandel.

Ernährung: Futter mit hohem Fleischanteil

Bereits vom Welpenalter an gilt: Die Ernährung trägt einen wesentlichen Anteil zu Gesundheit und Wohlbefinden Ihres Vierbeiners bei. Wenn Sie von Ihrem Züchter einen Vorrat von der dem Welpen bekannten Nahrung bekommen haben, diese aber nicht dauerhaft füttern möchten, gewöhnen Sie den Junghund langsam an die neue Nahrung.

Futter an die jeweilige Lebensphase anpassen

Das gelingt am besten, indem Sie beim Einzug noch das gewohnte Futter geben, um den Welpen nicht zusätzlich zu stressen. Fühlt der Neuzugang sich in seinem Zuhause wohl, können Sie über mehrere Tage immer etwas mehr von dem neuen Futter in das bekannte mischen. Für Welpen eignet sich beispielsweise spezielles Trockenfutter für junge Hunde grosser Rassen, denn diese sind besonders gefährdet, bei nicht angepasstem Proteingehalt in der Nahrung zu schnell zu wachsen, was zu Skelettproblemen führen kann.

Eine auf die Wachstumsphase abgestimmte Ernährung ist hier von grossem Vorteil. Achten Sie auch auf einen hohen Fleischanteil, egal ob Sie sich für Trockenfutter, Nassnahrung oder aber Barfen entscheiden. Vermeiden Sie Tiernahrung mit Getreide. Leckerlis sollten Sie zur Tagesration rechnen, um Übergewicht vorzubeugen. Natürlich sollte Ihr Cane Corso immer Wasser zur freien Verfügung haben.

Erfahren Sie mehr über das Thema Hundeernährung und welche Ernährungsform zu Ihrem Vierbeiner passt in unseren Ratgebern:

Die wichtigsten Nährstoffe für den Hund

So finden Sie das richtige Hundefutter

Hundetrockenfutter vs Nassfutter: Vor- und Nachteile im Überblick

BARF für Hunde: Vor- und Nachteile der Rohfütterung

Hund vegetarisch ernähren: Eine echte Alternative?

Hund vegan ernähren

Gesundheit: Sind Cane Corso krankheitsanfällig?

Wie viele grosse Hunderassen hat auch der Cane Corso eine Neigung zu Hüft- und Ellbogendysplasien. Seriöse Züchter versuchen dies weitestgehend auszuschliessen – fragen Sie in jedem Fall vor dem Kauf eines Welpen, welche Vorsorgemassnahmen der Züchter getroffen hat. Die grossen Hunde sollten nicht regelmässig viele Treppen steigen müssen. Eine ausgewogene Ernährung sowie geeignete Bewegung (ohne viele Sprünge und Stauchungen) tragen zur Gesunderhaltung der Gelenke bei.

Anzeichen für Herzprobleme

Einige Vertreter der Rasse sind anfällig für Herzerkrankungen – auch hier kann der Züchter das Risiko durch entsprechende Selektion verringern. Anzeichen für eine Herzerkrankung können beispielsweise Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Husten sein. Sprechen Sie in diesen Fällen mit Ihrem Tierarzt, denn durch eine rechtzeitige medikamentöse Therapie kann das Herz entlastet und der Verlauf der Erkrankung oftmals verlangsamt oder sogar für einige Zeit zum Stillstand gebracht werden.

Weisse Hunde sind häufig taub

Der Cane Corso hat häufig empfindliche Augen, so dass Sie ihn vor Zugluft, aber auch vor Ventilatoren und Klimaanlagen schützen sollten. Eine Hundebrille kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein.

Mittlerweile werden vereinzelt auch reinweisse Cane Corsos angeboten, doch Vorsicht: Diese Hunde können genetisch bedingt von Taubheit betroffen sein – nicht umsonst entspricht diese Farbe, von kleinen Abzeichen abgesehen, nicht dem Standard.

Wie alt wir ein Cane Corso?

Ein gesunder Cane Corso kann bis zu 12 Jahre alt werden.

Geschichte: Woher stammt der Cane Corso?

Wie sein enger Verwandter, der Mastino Napoletano, soll auch der Cane Corso zu den Nachfahren des alten canis pugnacis gehören. Bereits die antiken Römer haben diese kraftvollen Vierbeiner als Kriegs- und Hütehunde verwendet. Als Nachkomme dieser römischer Molosser haben die robusten Cane Corsos sich vor allem auf Bauernhöfen in Süditalien erhalten können. Hier kamen sie als Wach- und Treibhunde sowie als Herdenschutzhunde zum Einsatz, weswegen sie bis heute als selbstständige Arbeitshunde gelten.

Was bedeutet der Name?

Die genaue Herkunft des Namens „Cane Corso“ ist unbekannt: „Cane“ steht für italienisch „Hund“, „corso“ könnte vom keltischen Wort „corso“ stammen, was „mächtig“ bedeutet. Aber auch ein Zusammenhang zum lateinischen „cohors“ für „Hüter“ oder „Wächter“ ist möglich.

Ist der Cane Corso ein Mastiff?

Erst 1996 hat die FCI den Cane Corso als eigenständige Rasse anerkannt. Der Cane Corso gehört zur FCI-Gruppe 2 „Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde“. Dort wird er in der Sektion 2 „Molossoide 2.1 Doggenartige Hunde“ geführt. Molosser ist die Bezeichnung für massige, muskulöse Hunde. Manchmal werden diese vierbeinigen Kraftpakete auch doggenartige Hunde oder Hunde vom Typ Mastiff genannt.

Heute findet man die beeindruckenden Hunde ausserdem als Schutz-, Polizei- und Fährtenhund sowie bei der Grosswildjagd. Am liebsten arbeiten Cane Corsos im Rudel. Ausserhalb von Italien sind die imposanten Vierbeiner noch immer selten anzutreffen.

Passt ein Cane Corso zu mir?

Bevor Sie sich für den Einzug eines Cane Corso entscheiden, sollten Sie gut abwägen, ob Sie dem eigenwilligen Hund gerecht werden können. Die Rasse eignet sich nicht für ein Leben in der Stadt oder als Wohnungshund: Sie braucht viel Platz und ein eigenes Revier zum Bewachen.

Doch in diesem kann sie keinesfalls zu lange sich selbst überlassen bleiben: Der auf sein Rudel bezogene Vierbeiner benötigt Familienanschluss und viel Beschäftigung in Form von Bewegung und Aufgaben. Ein Cane-Corso-Besitzer sollte sportlich sein und gerne viel Zeit mit seinem Vierbeiner verbringen – am liebsten in der freien Natur.

Überlegungen vorab

Die stattlichen Italiener gelten als sehr kinderlieb, wobei natürlich vor allem ältere Kinder, die die Regeln für einen respektvollen Umgang mit tierischen Familienmitgliedern kennen, mit einem Cane Corso eine intensive Freundschaft pflegen können. Wenn der Hund als Welpe mit Katzen und anderen Haustieren sozialisiert wurde, kann er friedlich mit ihnen leben.

Bedenken Sie unbedingt, dass Ihr Cane Corso über ein Jahrzehnt lang täglich viel Ihrer Zeit beanspruchen wird – auch die Versorgung während des Urlaubs oder im Krankheitsfall sollte genau geplant werden. Der bis zu 50 kg schwere Vierbeiner verursacht natürlich regelmässige Kosten, die insbesondere beim Futter im Vergleich zu den meisten anderen Rassen überdurchschnittlich hoch sind.

Cane Corso valp
Ein gut sozialisierter, sorgsam erzogener und richtig ausgelasteter Cane Corso präsentiert sich als ruhiger, freundlicher Familienhund.

Einen Cane Corso kaufen: Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, einen Cane Corso einziehen zu lassen, können Sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Züchter machen. Die Rasse kommt am häufigsten in ihrem Heimatland Italien vor, in anderen Ländern sind die stattlichen Hunde eher Ausnahmeerscheinungen, auch wenn die Zahl der Züchter steigt. In der Schweiz hat sich die Anzahl der Cane-Corso-Hunde in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt: Aktuell sind knapp 1.200 Vertreter der Rasse gemeldet (Stand 2026).

Dennoch ist es möglich, dass Sie in der näheren Umgebung keine Züchter finden und längere Fahrtstrecken in Erwägung ziehen müssen. Trotzdem sollten Sie „Ihren“ potenziellen Züchter kritisch betrachten: Können Sie ihn zuhause besuchen, um die Umgebung der Hunde und die Elterntiere kennenzulernen? Beantwortet er geduldig und mit Sachkenntnis Fragen zu seiner Zucht sowie der Gesundheitsvorsorge der Vierbeiner? Werden die Welpen umfassend sozialisiert? Machen die Elterntiere vor Ort einen ausgeglichenen, gesunden Eindruck? Und nicht zuletzt: Interessiert der Züchter sich auch für Ihre Voraussetzungen, um seinen Schützlingen ein gutes Zuhause bieten zu können? Diese Fragen sollten Sie alle mit „Ja“ beantworten können, bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben.

Welpen nur mit Papieren kaufen

Bei der Übergabe des nachweislich mehrfach entwurmten Welpen sollten Sie neben Impfpass und Abstammungsnachweis auch eine Ration seines gewohnten Futters bekommen, falls Sie dies nicht schon vorher nach Rücksprache mit dem Züchter besorgt haben. Ein guter Züchter ist auch nach dem Auszug seiner Jungtiere Ansprechpartner für Fragen rund um die Rasse und freut sich darüber, wenn Sie ihn mit Fotos an der Entwicklung des Welpen teilhaben lassen.

Vorsicht vor “Wühltisch-Welpen”

Machen Sie in jedem Fall einen Bogen um nicht einem Verein angehörende Züchter, die einen vermeintlich reinrassigen Cane Corso zum günstigen „Schnäppchenpreis“ anbieten. Zucht erfordert viel Rasse-Kompetenz und eine genaue Selektion der geeigneten Tiere hinsichtlich Charakter, Typ und Gesundheit, um negative Überraschungen zu vermeiden – eine Investition von Zeit und Geld, die unseriöse Züchter in der Regel nicht tätigen möchten, denn ihnen geht es um das schnelle Füllen des eigenen Portmonees.

Darunter leiden nicht nur Sie und die oft gesundheitlich anfälligen und nicht sozialisierten Jungtiere – ein grosses Problem bei einer derart eigenwilligen Rasse – sondern auch die Elterntiere, die meist nicht optimal gehalten werden.

Ein Cane Corso aus dem Tierheim

Wenn Sie einem älteren Cane Corso ein Zuhause geben wollen, kann sich die Suche, insbesondere ausserhalb Italiens, zeitaufwändig gestalten. Aufgrund ihrer geringen Verbreitung ist die Rasse nur selten „auf gut Glück“ beim örtlichen Tierschutz zu finden. Erfolgsversprechend ist allerdings die Recherche im Internet, wo zahlreiche Tierschutzvereine über die Ländergrenzen hinweg Cane Corsos oder Cane-Corso-Mischlinge aus Tierheimen vermitteln. Oftmals handelt es sich hierbei um auf Doggen und andere Molosser spezialisierte Vereine.

Die Organisationen können den Charakter der älteren Hunde meist gut einschätzen und im Gespräch mit Ihnen herausfinden, ob der Vierbeiner sich für Ihre Lebenssituation und Ihre Hundeerfahrung eignet. Denn während sich natürlich auch zahlreiche wohlerzogene Cane Corsos in der Vermittlung befinden, die beispielsweise wegen eines Umzugs ihr Zuhause verloren haben, gibt es ebenfalls einige, die aufgrund von Überforderung der vorigen Besitzer im Tierschutz gelandet sind und nur in die Hände von sehr erfahrenen Hundekennern gehören.

Fazit: Agiler Hund für sportliche Halter

Der Cane Corso ist ein arbeitswilliger, gelehriger Gefährte. Aufgrund seines Bewegungsdrangs, seines Wachinstinkts und seiner Bellfreude braucht der Cane Corso viel Platz, Aktivitäten und Zuwendung. Er sollte auf einem Hof oder in einem Haus mit Garten leben dürfen, das er bewachen darf. Er braucht sportliche, erfahrene Halter, die mit ihm umzugehen wissen.

Steckbrief zum Cane Corso

Besonderheiten:Der Cane Corso ist ein aufmerksamer, reaktionsschneller Wachhund. Zuverlässig beschützt er seine Familie sowie Haus und Hof.
Charakter:wachsam, reserviert, loayl, intelligent
Widerristhöhe:64-68 cm (Rüden) 40-45 cm (Hündinnen)
Gewicht:45-50 kg (Rüden), 40-45 kg (Hündinnen)
Fell:kurz, glänzend, sehr dicht, mit dünner Unterwolle
Fellpflege:geringer Aufwand
Auslauf:braucht viel Beschäftigung und Bewegung
Anfängerhund:nein
Bellen:bellt eher viel
Lebenserwartung:bis 12 Jahre
Typische Krankheiten:Hüftdysplasie, dilatative Kardiomyopathie (DCM), Entropium bzw. Ektropium
FCI-Gruppe:FCI-Gruppe 2 „Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde“, Sektion 2 „Molossoide 2.1 Doggenartige Hunde“
Bewegungsbedarf:hoch
Herkunft:Italien

Quellen


zooplus Redaktion
zooplus Redaktion

Die zooplus Redaktion besteht aus einem engagierten Team mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Tierhaltung: Luisa mit ihrem Schweizer Schäferhund Elyos, Laura, Julio und Florian. Zusammen mit einem grossen Netzwerk aus Tierexperten arbeiten wir daran, das zooplus Magazin zu einer vertrauenswürdigen Informationsquelle für alle Tierbesitzer und -liebhaber zu machen. Unser Ziel ist es, spannendes Wissen und relevante Informationen zur artgerechten Haltung von Haustieren bereitzustellen.


Beliebteste Beiträge
10 min

Bolonka-Zwetna

Das „bunte Schosshündchen“ aus Russland, wie der Name übersetzt lautet, erfreut sich auch ausserhalb seines Heimatlandes wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, denn schliesslich ist der Bolonka Zwetna ein richtiger kleiner Sonnenschein, der mit seinem fröhlichen und unkomplizierten Charakter seinen Besitzern viel Freude bereitet.

11 min

Australian Shepherd

Einst für die Hütearbeit gezüchtet, benötigt der mittelgrosse, hübsche Australian Shepherd anspruchsvolle und vielseitige Beschäftigungsangebote, die ihn körperlich und geistig fördern.