Hundekot: Was Farbe und Konsistenz verraten
Der Darm Ihres Hundes spielt eine zentrale Rolle für seine Gesundheit. Sind die Darmmechanismen gestört, kann sich der Hundekot verändern. Ist Ihnen aufgefallen, dass der Hundekot schleimig, gelb, schwarz oder rot ist? Entdecken Sie ausserdem Würmer oder Blut im Hundekot, sollten Sie handeln. Erfahren Sie alles über weitere Warnsignale sowie die perfekte Beschaffenheit und Farbe von gesundem Hundekot.

© Wasitt / stock.adobe.com
So sehr Sie sich auch manchmal vor Hundekot ekeln, sollten Sie dennoch immer einen genauen Blick auf Konsistenz und Farbe werfen.
Inhalt
Ungewöhnlicher Hundekot: Wann sollte ich zum Tierarzt?
Hunde nehmen beim Spazierengehen hin und wieder verdorbenes Futter auf oder trinken aus stehenden Gewässern. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie daraufhin Durchfall bekommen oder erbrechen.
Wenn sich der Kot Ihres Hundes jedoch nach ein oder zwei Tagen nicht normalisiert oder wenn Ihr Hund andere Krankheitsanzeichen zeigt, sollten Sie vorsichtshalber Ihren Tierarzt aufsuchen. Dies ist wichtig, damit Sie ernsthafte Erkrankungen frühzeitig ausschliessen oder behandeln lassen können.
Besondere Vorsicht bei Welpen
Zögern Sie in diesen Fällen ausserdem nicht zu lange, denn im Notfall ist ein frühzeitiger Besuch beim Tierarzt lebensrettend. Dies ist vor allem bei Welpen oder kleinen Hunden wichtig, da schwerer Durchfall in diesem Alter noch schneller zu einem massiven Wasser- und Elektrolytverlust und in Folge zu einer Dehydration beim Hund führen kann.
Auch wenn der Hundekot anders als gewöhnlich aussieht, eine auffällig andere Farbe aufweist oder sogar Blut beinhaltet, sollten Sie zum Abklären Ihren Tierarzt aufsuchen.
Spiegelbild des Gesundheitszustands Ihres Hundes
Konsistenz, Beimischungen und Farbe des Hundekots geben Rückschluss auf den Gesundheitszustand Ihres Hundes. Anhand der folgenden Punkte stellen Sie fest, was der Hundekot Ihres Vierbeiners über dessen Gesundheit aussagt.
Purina Pro Plan’s Werbung
© Purina Pro Plan
Purina Pro Plan Fortiflora Canine Probiotic
- Probiotisches Ergänzungsfutter für alle Hunde ab 8 Wochen
- Milchsäurebakterium Enterococcus faecium SF68®: kann die natürliche Darmfunktion & Gleichgewicht der Darmflora unterstützen
- Hochverdaulich: gut bekömmlich
- Vitalstoffreich: kann zu einem normalen Immunsystem beitragen
- Mikroverkapselung: gewährleistet adäquate Anzahl lebender Bakterien im Verdauungstrakt
Hinweis: Die Wahl eines geeigneten Hunde-Diätfuttermittels oder Hundefutterergänzungsmittels kann die natürlichen Körperfunktionen Ihres Hundes unterstützen. Bitte beachten Sie aber, dass Diätfuttermittel Krankheiten weder heilen noch verhindern können. Die richtige Ernährung Ihres Hundes sollten Sie ausserdem immer mit Ihrem Tierarzt absprechen.
Hundekot-Konsistenz: Nicht zu fest und nicht zu weich
Die Beschaffenheit des Hundekots sagt vieles über den aktuellen Gesundheitszustand Ihres Hundes aus. Hierbei kann die Konsistenz entweder zu fest oder zu dünnflüssig sein:
1. Durchfall
Wenn der Kot Ihres Hundes zu weich ist, handelt es sich um Durchfall. Tritt dieser plötzlich und für weniger als eine Woche auf, handelt es sich um akuten Durchfall.
Leidet Ihr Hund mindestens drei Wochen lang oder immer wieder an Durchfall, handelt es sich um chronischen Durchfall.
Diese Unterteilung ist wichtig, da diese Faktoren Hinweise auf den Auslöser geben und die Therapie massgeblich bestimmen. Während akuter Durchfall durch symptomatische Massnahmen wie Infusionen meist schnell verschwindet, benötigen Hunde mit chronischem Durchfall oft weitere Medikamente wie Antibiotika, Parasitenmittel oder Immunsupressiva.
Die häufigsten Ursachen, die zu dünnem Hundekot führen, sind:
- Futtermittelbedingte Auslöser: Futtermittelintoleranz, verdorbenes Futter
- Infektionskrankheiten: Viren wie Parvovirus oder Coronavirus, Bakterien wie Campylobacter spp. oder Salmonella spp., Parasiten wie Fadenwürmer oder Giardien
- Autoimmunerkrankungen: Inflammatory Bowel Disease (IBD)
- Stoffwechselerkrankungen: Leberversagen, Niereninsuffizienz, Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Proteinverlustenteropathie (PLE)
- Krebs: lymphoblastisches intestinales Lymphom oder Mastzelltumor
- Medikamente: Antibiotika oder nicht steroidale Antiphlogistika
2. Harter Hundekot
Der Dickdarm hat die wichtige Aufgabe, dem Kot Wasser zu entziehen. Bleibt der Darminhalt jedoch zu lange im Dickdarm, dickt der Kot zunehmend ein – es entsteht ein fester Hundekot.
Harter Stuhl ist daher ein Hinweis dafür, dass der Dickdarm mechanisch oder funktionell gestört ist. Eine Funktionsstörung kann zum Beispiel infolge einer Operation oder Vergiftung auftreten.
Eine mechanische Störung liegt hingegen vor, wenn der Darm durch Fremdkörper verlegt oder etwa durch einen Tumor eingeengt ist.
Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel zum Darmverschluss beim Hund.
Aber auch durch die Fütterung von zu viel Knochen kann der Hundekot sehr hart werden.
Beimengungen: Was bedeuten Fäden oder Schleim im Hundekot?
Manchmal kommt es vor, dass Sie Beimengungen wie Blut, Fäden oder Schleim im Hundekot entdecken. Auch das sind wichtige Hinweise, die Sie Ihrem Tierarzt mitteilen sollten.
- Fäden: Wenn Sie weisse, schmale Fäden im Kot Ihres Hundes finden, könnte es sich um Haare oder Würmer handeln. Wenn Sie einen Wurmbefall vermuten, sollten Sie unbedingt eine Kotuntersuchung durchführen lassen, um Ihren Hund gezielt zu entwurmen. Zu viel Fell im Kot kann ein Zeichen für eine Allergie oder ausgeprägten Stress sein. Auch dies sollten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen.
- Schleim: Manchmal ist Hundekot mit Schleim (Mukus) überzogen. Dies ist vor allem auf eine Entzündung der Schleimhaut des Dickdarms zurückzuführen.
© Tobias Langner / stock.adobe.com
Hundekot Farben: Achtung bei Abweichungen
Bei gesunden Hunden setzt die Gallenblase Galle frei, die den gelben Farbstoff Bilirubin enthält – normalerweise ist Hundekot daher braun.
Die Farbe des Hundekots kann leicht variieren, wenn sich die Ernährung oder die Trinkmenge ändern. Auch im Futter enthaltene Farbstoffe wie Karotin aus Karotten können zu einer Veränderung der Kotfarbe führen.
Eine solche Veränderung ist kein Grund zur Sorge. Allerdings können Farbveränderungen auftreten, die auf gesundheitliche Probleme hindeuten. Dazu gehören:
Gelber Hundekot
Gelber Hundekot zeigt möglicherweise Probleme der Bauchspeicheldrüse, Gallenblase oder Leber an.
Roter Hundekot / Blut im Hundekot
Roter Hundekot deutet auf Blutungen im unteren Verdauungstrakt hin.
Schwarzer Hundekot
Schwarzer Hundekot entsteht durch Blutungen im oberen Teil des Verdauungstrakts (Teerstuhl).
Weisser Hundekot: Vorsicht vor „Knochenkot“!
Weisser Hundekot kann unterschiedliche Ursachen haben. Zum Beispiel kann er ein Hinweis auf eine gestörte Fettverdauung sein.
Der Hundekot kann außerdem weiss sein, wenn Ihr Hund beispielsweise zu viele Knochen gefressen und somit eine grosse Menge Kalzium zu sich genommen hat. Dadurch wird der Kot zudem trocken und ist meist „knochenhart“ – daher kommt auch der Name „Knochenkot”.
Achtung: Knochenkot kann gefährlich für Ihren Hund werden, indem er die Darmwand verletzt oder sogar einen Darmverschluss verursacht.
Achten Sie darauf, Ihrem Hund nicht zu viel Knochen zu füttern, denn harter Knochenkot kann Ihrem Tier extreme Probleme und sogar Schmerzen beim Kotabsatz bereiten.
Lesetipp: Erfahren Sie mehr zu Vorteilen und Risiken der Knochenfütterung
© steheap / stock.adobe.com
Der perfekte Hundekot
Um Veränderungen im Hundekot frühzeitig erkennen zu können, sollten Sie die optimalen Bedingungen kennen:
Die Kot-Skala: Wie sollte Hundekot optimalerweise aussehen?
Bei der Beurteilung von Hundekot greifen Tierärzte ab und zu auf ein numerisches System von 1 bis 7 zurück – ähnlich wie die Bristol-Stuhlformen-Skala der Humanmedizin.
Dieses Schema beurteilt insbesondere die Konsistenz des Hundekots, wobei 1 für „sehr hart“ und 7 für „flüssig“ steht.
Der perfekte Hundekot ist eine 2 oder 3: Er sollte schokobraun und kompakt sein. Beim Aufheben sollte er leicht zu greifen sein und sich wie Knete anfühlen. Zudem sollte er feucht, aber nicht wässrig sein.
Purina Pro Plan’s Werbung
© Purina Pro Plan
Purina Pro Plan Fortiflora Canine Probiotic
- Probiotisches Ergänzungsfutter für Welpen und Hunde
- Milchsäurebakterium Enterococcus faecium SF68®: kann die natürliche Darmfunktion & Gleichgewicht der Darmflora unterstützen
- Mit Mineralstoffen: kann zu einem normalen Immunsystem beitragen
- Mikroverkapselung: gewährleistet adäquate Anzahl lebender Bakterien im Verdauungstrakt
- Einfache Gabe: über das Futter streuen
Wie häufig sollten Hunde Kot absetzen?
Durchschnittlich setzen Hunde pro Tag etwa ein- bis zweimal Kot ab. Die Menge hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab und kann somit von Tier zu Tier schwanken. Einen Einfluss hat zum Beispiel die Hunderasse, die Futterart und Futtermenge.
Woraus besteht Hundekot?
Woraus der Kot Ihres Hundes besteht, hängt von individuellen Faktoren wie der Fütterungsart ab. Ein erheblicher Teil besteht jedoch aus Wasser, etwa über 75 Prozent.
Der Rest ist die Trockenmasse, die zu 80 Prozent aus organischen Verbindungen besteht. Dazu gehören:
- Mikroorganismen wie Bakterien,
- unverdauliche Futterbestandteile wie Ballaststoffe,
- abgestossene Epithelzellen des Darms und
- Sekrete des Magen-Darm-Trakts etwa Gallenpigmente und Gallensäuren.
Wie kommt der übelriechende Gestank von Hundekot zustande?
Jeder Hundebesitzer weiss, wie sehr Hundekot stinken kann. Das ist allerdings eine ganz normale Eigenschaft von Kot, hervorgerufen durch Fäulnisgase und Gärungsprodukte.
Wenn der Gestank jedoch ausser Kontrolle gerät und weitere Kotveränderungen auftreten, ist es höchste Zeit, sich bei Ihrem Tierarzt zu informieren.
Diese Themen könnten Sie auch interessieren
Quellen:
- Neiger R, Hrsg. Differenzialdiagnosen Innere Medizin bei Hund und Katze. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: Thieme; 2019. doi:10.1055/b-0039-173154
- tierarztpraxis-wandsbek.de
- petmd.com
- flexikon.doccheck.com
- sugarriveranimalhospital.com
Läufigkeit bei der Hündin
Auch wenn die Läufigkeit der Hündin ein ganz natürlicher Vorgang ist – das seltsame Verhalten der Hündin, der Ärger um Flecken auf dem neuen Teppich oder die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft bereiten vielen Hundebesitzern Sorge. Was Sie über die „heissen Tage“ Ihrer Hündin wissen sollten und wie Sie und Ihre Hündin die Zeit der Läufigkeit stressfrei überstehen, erfahren Sie hier.
Scheinträchtigkeit beim Hund
Die Scheinträchtigkeit (lactatio falsa) bei unkastrierten Hündinnen ist ein Zustand, der ein paar Wochen nach einer Läufigkeit auftreten kann. Während der Scheinträchtigkeit verhält sich die Hündin, als ob sie trächtig wäre oder Welpen hätte, obwohl sie nicht gedeckt wurde.