Hundeschwimmbad

labrador im schwimmbad 2

Einige Hunde sind grosse Wasserratten. Allerdings können sie ihrer Leidenschaft nicht überall freien Lauf lassen: In vielen Badeseen sind Hunde nicht erlaubt. Eine Alternative zu Seen und wilden Schwimmstellen in Wald und Flur bieten Hundeschwimmbäder. Derzeit sind solche Schwimmbäder für Vierbeiner jedoch noch selten. Viele behelfen sich darum mit einem eigenen Swimmingpool für Hunde. Wir stellen Hundeschwimmbäder vor und geben Tipps rund um Wasserspass im eigenen Swimmingpool für Ihren Vierbeiner.

Hundeschwimmbad

Was sind die Vorteile eines Hundeschwimmbads?

Hunde sind hier nicht nur geduldet, sondern erlaubt. Es gibt keine schiefen Blicke, sondern nur unbeschwerten Wasserspass. Im Gegensatz zu Baden im See ist das Hundeschwimmbad ausserdem sicher: Keine Scherben oder Abfälle liegen umher. Ausserdem gibt es Regeln, die ein reibungsloses Miteinander aller Hunde und Halter sicherstellen. Die meisten Hunde geniessen ihre Zeit im Hundeschwimmbad. Doch Spass ist nicht der einzige Grund, mit dem Vierbeiner ein Hundeschwimmbad aufzusuchen. Viele Hundeschwimmbäder sind aus gutem Grund an eine Physiotherapie oder eine Hundeschule angegliedert: Das Wasser ermöglicht Sport, ohne die Gelenke zu beanspruchen. Bewegung unter Wasser kräftigt also Muskeln und Gelenke, ohne sie zu überlasten. Hundeschwimmbäder bieten Hundehaltern und ihren Gefährten folgende Möglichkeiten:

  • Welpenschwimmen
  • Seniorenschwimmen
  • Schwimmen bei Gelenkerkrankungen
  • Schwimmen zur Gewichtsreduktion
  • weitere Möglichkeiten des therapeutischen Schwimmens, auch „Aqua Therapie“
  • und natürlich: Spassschwimmen.

Wo finde ich ein Hundeschwimmbad?

Zum Abschluss der Badesaison öffnet das Freibad Stampfi in Rothrist gewöhnlich seine Türen auch für Hunde. Diese Idee stammt aus Deutschland und wird von den Vierbeinern dankend angenommen. Zweibeiner bleiben jedoch immer im Trockenen.

Mittlerweile verfügen ausserdem viele Tierphysiotherapien über ein kleines Wasserbecken oder ein Unterwasserlaufbecken. Hierbei stehen physiotherapeutische Aspekte im Vordergrund. Allerdings ermöglichen manche Praxen auch eigenständige Schwimmübungen im Hundeschwimmbecken.

Regeln im Hundeschwimmbad

Jedes Hundeschwimmbad hat eigene Regeln, die Sie vor einem Besuch unbedingt studieren sollten. Hierzu zählt meist eine gültige Tollwut-Impfung. Die letzte Mahlzeit des Vierbeiners sollte mindestens zwei Stunden zurückliegen. Natürlich sollte kein schlammverkrusteter Vierbeiner ins Becken hüpfen. Achten Sie darauf, nur mit einem sauberen und frisch gebürsteten Hund im Schwimmbad zu erscheinen. Falls das Bad keine Handtücher stellt, bringen Sie ausreichend eigene mit, um den Vierbeiner trocken zu rubbeln. Hunde, die unter Erkrankungen wie Harn- oder Kotinkontinenz, Epilepsie, offenen Wunden, Hauterkrankungen, Entzündungen oder akuten Infekten leiden, sollten aus Vor- und Rücksicht nicht ins Hundeschwimmbad. Dies gilt auch für läufige Hündinnen.

havaneser im hundepool

Schwimmspass im See mit Hund?

Sommer, Sonne – ab zum See! Doch wer in Seen oder im Meer schwimmen möchte, sollte sich vorher gut nach geeigneten Plätzen umsehen. Für unbeschwerten Wasserspass mit Hund gibt es an vielen beliebten Orten Hundestrände. Gibt es keinen speziellen Strand, suchen Sie sich eine ruhige Bucht. Ansonsten gilt es, Hundeverbotsschilder an Badeseen zu respektieren. Informieren Sie sich bei stillen Waldseen ohne Publikum über die Wasserqualität, bevor Sie gemeinsam mit Ihrem Vierbeiner ins kühle Nass springen. Insbesondere Blaualgen können eine Gefahr für Mensch und Tier sein. Eine Hundeschwimmweste und eine daran befestigte Schleppleine sichern abenteuerlustige tierische Gefährten, die sich zu weit hinauswagen könnten. Sie bietet zudem Sicherheit bei Wellengang oder in fliessenden Gewässern.

Das eigene Hundeschwimmbad: Swimmingpool für Hunde

Sie haben einen Garten oder eine grosse Terrasse und möchten Ihrem Vierbeiner ein eigenes Badeparadies einrichten? Kein Problem! Mittlerweile gibt es Swimmingpools für Hunde aller Grössen.  Vor allem im Sommer sind diese eine willkommene Erfrischung, die der Hund jederzeit ohne schweisstreibende Anfahrt geniessen kann. Wer seinem Vierbeiner allerdings richtige Schwimmbewegungen ermöglichen möchte, braucht einen entsprechend grossen Pool. Es gibt Hundepools zum Aufblasen oder Aufklappen sowie grosse Schalen, die Hunden einen stabilen Platz zum Schwimmen bieten. Aufblasbare oder aufklappbare Pools lassen sich nach der Benutzung und in der kalten Jahreszeit bequem im Keller verstauen, ohne Platz wegzunehmen.

Tipps – so finden Sie den richtigen Hundepool

Bevor Sie einen Pool für Ihren Hund kaufen, finden Sie heraus, wie wasserliebend Ihr Vierbeiner ist. Besuchen Sie im Zweifel Tierfreunde oder eine Hundeschule, die über einen Swimmingpool für Hunde verfügen. Hier können Sie ausprobieren, ob ein Pool zu Ihrem Hund passt. Achten Sie auf eine angemessene Grösse: Pools mit einem Durchmesser bis zu einem Meter eignen sich für kleine Hunde wie Möpse oder Havaneser. Ein Durchmesser von 1,20 bis 1,40 m ist für mittegrosse Vierbeiner. Schäferhunde oder Labrador Retriever fühlen sich in einem Pool ab 1,40 m Durchmesser wohl. Der Hund sollte bequem darin liegen können. Der Pool bietet in dieser Grösse eine gute Gelegenheit zum Erfrischen, kleinen Wasserspielen und Plantschen. Wer möchte, dass sein Hund richtig schwimmen kann, muss jeweils eine Nummer grösser kaufen – oder handwerklich aktiv werden. Mit Teichfolie oder Teichbecken lassen sich eigene Hundepools zum Schwimmen bauen. Schwimmfreudige Menschen nehmen den Hund kurzerhand mit in den eigenen Pool.

Dürfen Hunde in den Menschen-Pool?

Manche Menschen haben das Glück, einen eigenen Pool in Haus oder Garten zu haben, in dem sie sogar Schwimmzüge absolvieren können. Prinzipiell spricht nichts dagegen, den Vierbeiner in den Pool zu lassen. Einige Massnahmen können den gemeinsamen Badespass fördern. Hierzu gehört neben dem Feinsandfilter, der bei grossen Pools ohnehin Standard ist, ein Wegwerffeinfilter für den Skimmerkorb. Eine Desinfektion kann beispielsweise mit Aktivsauerstoff-Tabs oder über Salzelektrolyse erfolgen. Bei zu hohen Chlorwerten oder Hunden, die mit Chlor desinfiziertes Wasser trinken, ist Vorsicht geboten: Chlor kann zu Durchfall und Erbrechen führen. Lassen Sie den Vierbeiner nicht ohne Aufsicht in den Pool und brausen Sie ihn nach jedem Gang in den Menschenpool kurz ab. Und was ist mit Kinderpools? Kleinere Plastikpools für Kinder sind für Hunde keine geeignete Alternative: Sie gehen schnell kaputt und können verschluckbare Kleinteile beinhalten. Hartschalen-Pools sind häufig zu rutschig und es besteht Verletzungsgefahr für Hunde.

 Tipps für den Hunde-Schwimmspass

  • der Hund muss aus jedem Pool sicher aus- und einsteigen können
  • eine Hunderampe kann den Ein- und Ausstieg erleichtern
  • decken Sie Hundepools bei Nicht-Benutzung ab, um Verschmutzungen zu vermeiden
  • achten Sie auf Rutschfestigkeit – vor allem bei unsicheren oder älteren Hunden
  • bei grossen Swimmingpools sind ein Filter sowie eine chemische Reinigung, zum Beispiel mit Aktivsauerstoff, notwendig
  • achten Sie vor allem bei kühleren Temperaturen auf schnelles Trocknen des Hundes
  • auch für Hunde gilt: nicht mit vollem Magen ins Wasser
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