Diese herzige aus England stammende Katzenrasse ist entstanden aus einer Verpaarung von Siamkatze und Perserkatze. Die markante Point-Zeichnung im Gesicht hat ihr auch den Namen “Maskenperser” eingebracht. Ausserdem findet man ab und zu die Bezeichnung “Colorpoint Perser”. Manche bezeichnen die Himalayan Katze als eigenständige Rasse. Andere sehen sie eher als eine spezielle Variante der Perserkatze.
In den 1920er Jahren haben die Katzenzüchterin Virginia Cobb und ein Forscher der Harvard Medical School, Dr. Clyde Keeler, den Grundstein für ein neues Zuchtprogramm gelegt. Dr. Clyde Keeler erforschte damals gerade das Gen, das bei Katzen für die Entstehung der Color Points verantwortlich ist.
Das Ziel der beiden bestand zu jener Zeit darin, eine Katze mit dem Fell einer Perser und zugleich mit den blauen Augen und den Markierungen einer Siamkatze zu entwickeln. Das war die Geburtsstunde der Himalayan Katze.
Aussehen
Die Himalayan ist mittelgross bis gross, ihr Körper ist kurz – was als “cobby” bezeichnet wird.
Die Beine sind kurz und stämmig-, und der Knochenbau ist recht kräftig. Der Körperbau der Himalayan Katze ist eher gedrungen. Sie hat stämmige Beine, eine breite Brust und einen breiten Rücken. Das Gewicht dieser relativ raren Rasse ist von der Tendenz her stattlich: Kater wiegen bis zu 10 kg, Katzen bringen bis zu 8 kg auf die Waage.
Der Kopf der Himalayan weist eine runde Form auf. Ihre charakteristische Point-Nase ist kurz und gedrungen. Ihre Ohren sind recht klein und rundlich. Die runden Augen sind gross und liegen weit auseinander. Sie sind immer blau und dabei sehr strahlend.
Das Fell ist lang, von sehr seidiger Textur-, und es hat dichte Unterwolle. Die Himalayan Katze gibt es in den Fellfarben Seal Tortie, Seal Point und Blue Point. Ihr Schwanz ist kräftig und buschig. Er befindet sich in einem ausgewogenen Verhältnis zum Rest des Körpers. Die Himalayan hat das lange Fell der Perserkatze – und sehr einzigartige “Points” im Bereich des Gesichtes, der Ohren, der Pfoten und des Schwanzes, genau wie die Siamkatze.
Die Himalayan Katze gibt es übrigens im traditionellen und im extremen “Look”.
Himalaya Katze Charakter
“Als Siamese verkleidete Perserkatze” nennen Himalayan-Fans die felinen Fellwesen mit den gedrungenen Nasen häufig. Die Himalayan wird nämlich zum Standard der Perserkatze gezählt. Die Charaktere beider Katzenrassen, aus denen die Himalayan Katze gezüchtet wurde, sind jedoch sehr unterschiedlich. Der Siam-Anteil zeigt sich an ihrem lebhaften Charakter, das Sanfte und Gemütliche lässt hingegen auf die Persönlichkeit der Perserkatze schliessen.
Die Himalayan verschenkt ihre Zuneigung bevorzugt an die Menschen, denen sie vertraut und die sie besonders lieb gewonnen hat. Sie ist also ein wenig selektiv darin, wem sie ihre Liebe schenkt. Mit den Menschen, die ihr Herz gewonnen haben, schmust sie dann allerdings gern besonders ausgiebig. Grundsätzlich ist dieses feline Fellwesen nämlich sehr auf seinen geliebten Mitbewohner-Menschen bezogen. Denken Sie auch daran, Ihrer Himalayan Katze mit verschiedenem Katzenspielzeug ausreichend Beschäftigung zu bieten. In lauten Umgebungen oder Haushalten, in denen zu reges Treiben herrscht, fühlt sich die sensible Himalayan nicht wohl. Ihrem Wesen entspricht eher ein ruhiges Umfeld mit Menschen, die sich leiser verhalten.
Pflege und Haltung
Das lange Fell der Himalayan Katze sollten Sie täglich mit einer weichen Katzenbürstepflegen, um die attraktive Erscheinung dieser Pracht zu erhalten. Zudem intensiviert es die Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem geliebten Büsi. Das von der Perserkatze abstammende Fell verfilzt andernfalls ausserdem schnell und neigt zu Knotenbildung.
Auch sollten Sie Ihre “Himmie”, wie sie liebevoll genannt wird, regelmässig baden. Das Gesicht sollten Sie ebenfalls regelmässig reinigen, um Ihr geliebtes Tier sauber und gesund zu halten. In den Pfoten verfangen sich aufgrund des langen Fells schnell Rückstände. Nach Möglichkeit könnten Sie auch diese behutsam reinigen.
Auch zur Gewichtszunahme kann die Himalayan Katze neigen. Deshalb sollten Sie ihre Ernährung bewusst gestalten und ihr Gewicht überwachen. Leider ist die Himalayan relativ anfällig für diverse Krankheitsbilder. So neigt sie typischerweise zu Erkrankungen der Atemwege. Durch fragwürdige Züchtung kann die Nase der Himalayan Katze sogar so gedrungen sein, dass sie unter Atemnot leidet. Tierschützer äussern häufig berechtigte Bedenken angesichts solcher sogenannten Qualzuchten.
Himalayan Ernährung
Bei der Fütterung der Himalayan ist ihre Neigung zur Gewichtszunahme zu beachten. Davon abgesehen, gelten für sie weitestgehend die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für andere Rasse- und Nicht-Rassekatzen. Folgende Ernährungsmethoden können eingesetzt werden:
Barfen bezeichnen manche Experten als die artgerechteste Form der Ernährung, weil sie der Ernährungsweise der Katze in der Natur am nächsten kommt. Auch hier entfällt nämlich der höchste Anteil ihrer natürlich gewählten Nahrung auf rohes Fleisch. Einen sehr geringen Anteil macht hingegen das Getreide aus, das die Katze zum Beispiel über den Mageninhalt einer Maus zu sich nimmt.
Nassfutter bietet den Vorteil, dass der Feuchtigkeitsgehalt des Futters bei ca. 80 % liegt. Das ist insofern zu befürworten, als dass Katzen im Allgemeinen wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit wird also über das Nassfutter sichergestellt. Wegen der Gefahr von Allergien oder Überempfindlichkeiten sollte das Futter keine unnötigen chemischen Bestandteile enthalten. Auch andere Füllstoffe, Nebenprodukte oder Konservierungsstoffe können Ihrem Büsi schaden. Ist das Futter hochwertig, so kann das auch den ungeahnten Vorteil bieten, dass der Kot der Katze geruchsärmer ausfällt.
Trockenfutter hat einige Kritiker, jedoch auch zahlreiche Befürworter. So füttern manche Katzenexperten sogar ausschliesslich Trockenfutter. Es hat den Vorteil, für den menschlichen Mitbewohner der Katze sehr “convenient” zu sein: Es fängt selbst dann nicht an, einen negativen Geruch zu entwickeln, wenn es einmal länger stehen bleiben sollte – im Gegensatz zum Nassfutter. Zu achten ist bei der Fütterung mit Trockenfutter, vor allem, wenn Sie das Büsi ausschliesslich auf diese Weise füttern, darauf, dass sie genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Das können Sie gewährleisten, indem Sie Trinkbrunnen oder Näpfe – an einer anderen Stelle als an der Futterstelle – aufstellen. In ihrer natürlichen Umgebung nimmt die Katze schliesslich auch beides getrennt voneinander auf.
Wie finde ich den richtigen Züchter?
Seriöse Züchter erkennen Sie immer an bestimmten Merkmalen. So zum Beispiel daran, dass die Katzen in den Haushalt beziehungsweise das Familienleben des Züchters eingebunden sind. Auf diese Weise ist auch gewährleistet, dass die Kitten haushaltstypische Geräusche wie die von Staubsaugern und anderen lauten Geräten bereits kennen, wenn sie zu Ihnen nach Hause kommen. Andernfalls könnten sich die kleinen Kitten ziemlich erschrecken angesichts solchen – nach ihrem Empfinden – Ungetümen, die in der freien Wildbahn der Katze naturgemäss nicht vorkommen.
Viele Züchter haben natürlich trotzdem ein getrenntes Katzenzimmer, in dem die Miezen sich an Kratzbäumen und Klettergelegenheiten so richtig austoben können. Zudem sollte der Züchter Mitglied in einem anerkannten Zuchtverein sein. Hier unterstützen Züchter sich gegenseitig. Ein vertrauenswürdiger Katzenzüchter ist zugleich Berater und ist auch über die Vermittlung hinaus noch am Wohlergehen der bei ihm herangewachsenen Kitten interessiert. Entsprechend antwortet er Ihnen auch bereitwillig und kompetent auf alle Ihre Fragen im Zusammenhang mit Ihrer Himalayan Katze. Fragen Sie den Züchter auch nach den Eltern Ihrer Kitten und gern auch nach der Wurffrequenz.
Die meisten guten Züchter spezialisieren sich auf eine bis zwei Rassen, weil die Zucht von Katzen ein sehr umfangreiches Spezialwissen erfordert. Ganz wichtig ist auch, dass Kätzchen aus einer seriösen Zucht erst ab der 12. Lebenswoche in ein neues Zuhause vermittelt werden und auch meistens nicht einzeln, sondern zusammen mit einem Geschwisterchen. Ein guter Züchter setzt einen Kaufvertrag mit Ihnen zusammen auf. In diesem ist unter anderem geregelt, wie zu verfahren ist, wenn sich unerwartet Probleme mit dem Kätzchen ergeben. Auch erteilt der Züchter Ihnen Tipps bezüglich der Fütterungsweise der neuen felinen Fellwesen, die von nun an Ihr Zuhause bereichern werden. Auch Ihre Intuition ist ein wertvoller und nicht wegzudenkender Berater bei der Auswahl des richtigen Züchters.
Ob Sie sich für eine Katze aus dem Tierschutz oder von einem seriösen Züchter entscheiden, liegt ganz bei Ihnen.
zooplus Redaktion
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