Joggen mit Hund: Tipps für mehr Laufspass This article is verified by a vet

Joggen mit Hund am Strand

Was für ein tierischer Spass: Joggen macht mit dem geliebten Vierbeiner noch viel mehr Freude.

Die Sonne lacht und Sie freuen sich auf eine schöne Laufrunde mit Ihrem Vierbeiner. Bevor Sie aber gleich die Schuhe zuschnüren, gibt es einige Dinge, auf die Sie beim Joggen mit Hund unbedingt achten sollten.

Wie bringe ich meinem Hund das Joggen bei?

Ist Ihr Hund im Joggen noch unerfahren, sollten Sie ihn Schritt für Schritt an den Ausdauersport gewöhnen. Das bedeutet, dass Sie zu anfangs nur sehr kurze Strecken laufen sollten.

Beginnen Sie zunächst mit einer Laufstrecke von nur 50 Metern. Das Ziel ist es, dass Ihr Hund versteht, nicht an der Leine zu ziehen. Gelingt ihm das, belohnen Sie ihn sofort mit Leckerlis und viel Zuspruch.

Hat Ihr Hund die Kommandos verstanden, können Sie die Distanz und das Tempo langsam erhöhen. Bauen Sie das Joggen mit Hund auf diese Weise über mehrere Wochen hinweg stetig aus. Denken Sie auch daran, regelmässige Ruhephasen einzubauen, damit sich Ihr Hund nicht überanstrengt.

Vergessen Sie währenddessen nicht, Ihren Vierbeiner immer wieder zu belohnen. So verknüpfen Sie das sportliche Ereignis positiv und Ihr Hund freut sich jedes Mal auf das gemeinsame Training.

Beim Joggen mit Hund gibt es einiges zu beachten.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Joggen mit Hund?

Ob Sie Hilfsmittel zum Joggen mit Hund benötigen, hängt davon ab, wie erfahren Ihre Fellnase ist. Läuft Ihr Hund frei neben Ihnen her und ist er bereits trainiert, brauchen Sie nicht zwingend eine besondere Ausstattung.

Möchten Sie Ihren Hund dagegen erstmalig an das Joggen gewöhnen und hat er noch Probleme Ihren Kommandos zu folgen, dann helfen Ihnen die folgende Hilfsmittel:

1. Joggingleine mit Bauchgurt

Joggingleinen sind im Gegensatz zu normalen Leinen flexibler und besitzen weniger schwere Applikationen aus Metall. Der integrierte Bauchgurt entlastet beim Laufen Ihren Arm und bietet Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, eine Wasserflasche, Futter und andere kleine Gegenstände (z.B. Ihren Schlüssel oder Ihr Handy) sicher am Gurt zu befestigen.

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2. Leckerlis

Damit Sie Ihren Hund zwischendurch belohnen können, benötigen Sie schmackhafte Leckerlis. Am besten eignen sich Hundekekse oder Trockenfutter. Sie können aber auch spezielle Leberwurst für Hunde mitnehmen.

3. Geschirr

Für Ihren Hund ist es angenehmer, ein Brustgeschirr anstelle eines Halsbands zu tragen. So kann er sich weniger verletzen, sollte er doch einmal zu stark an der Leine ziehen.

4. Licht

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie in der Dämmerung oder im Dunklen mit Ihrem Hund joggen gehen. Dann sollten Sie Ihren Vierbeiner unbedingt mit Hilfe eines Lichts für andere Passanten, Autofahrer oder Fahrradfahrer besser sichtbar machen. Hierfür gibt es eine breite Auswahl an Reflektoren, Leuchtanhängern oder leuchtenden Halsbändern.

5. Trinkflasche

Befindet sich auf Ihrer Laufstrecke kein Bach oder See zum Trinken, sollten Sie unbedingt eine Wasserflasche für Ihren Hund mitnehmen. So vermeiden Sie, dass Ihr Hund dehydriert und einen Kreislaufkollaps erleidet.

6. GPS-Tracker

Möchten Sie die Bewegung Ihres Hundes überwachen oder seine Laufroute aufzeichnen? Dann könnte ein GPS-Tracker interessant für Sie sein. Mit dessen Hilfe können Sie die Aktivität Ihres Hundes ganz einfach messen. Die meisten Geräte sind wasserdicht und über die Landesgrenzen hinaus wirksam.

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Welche Voraussetzungen muss ich beachten?

Möchten Sie mit Ihrer Fellnase joggen, sollten Sie vor Beginn ein paar Punkte beachten. Dies ist wichtig, damit sich Ihr Hund beim Joggen nicht verletzt oder überanstrengt.

Am wichtigsten ist zunächst die Frage, ob Ihr Hund auch wirklich gesund ist. Bevor Ihr vierbeiniger Begleiter mehrere Kilometer mit Ihnen läuft, sollten Sie seine körperliche Verfassung beurteilen. Ist er verletzt oder hat er schon seit langem Probleme mit seiner Hüfte, sollten Sie Ihn nicht noch durch Ausdauersport zusätzlich belasten. Sind Sie sich nicht sicher, können Sie Ihren Tierarzt jederzeit um Rat fragen und einen Gesundheitscheck durchführen lassen.

Das richtige Alter ist ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für das Joggen mit Hund. Das Skelett von Welpen etwa ist noch nicht vollständig ausgreift. Belasten Sie Ihren Welpen oder Junghund körperlich zu stark, riskieren Sie Schäden an seinem Bewegungsapparat einschliesslich der Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder. Deshalb sollten Sie mit Ihrem Vierbeiner erst anfangen zu joggen, wenn er ausgewachsen ist (etwa ab zwei Jahre).

Die dritte Voraussetzung für das Joggen mit Hund ist sein Sozialverhalten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Sie auf Ihrer Laufroute andere Hunde treffen. Damit Ihr Laufspass nicht durch Ärger mit anderen Hunden getrübt wird, sollte Ihr Vierbeiner unbedingt Ihren Kommandos folgen.

Nicht nur fürs Joggen mit Hund ist es daher wichtig, Hunde bereits vom Welpenalter an zu sozialisieren und eine Hundeschule zu besuchen. Ist Ihr Hund nicht mit anderen Hunden oder Menschen verträglich, sollten Sie sich eher abgelegene Wege zum Laufen suchen.

Wertvolle Erziehungstipps finden Sie übrigens in der Rubrik Hundeerziehung im zooplus Magazin!

Joggen mit Hund: Welche Rassen eignen sich?

Hunderassen unterscheiden sich in vielen Dingen – allen voran in ihrem Körperbau und ihrem Wesen. Das bedeutet auch, dass nicht jeder Hund für den Ausdauersport gemacht ist.

Kurz gesagt: Rassen mit langen Beinen und einem verhältnismässig kürzeren Rücken eignen sich besser für längere Laufrunden. Hunde mit kurzen Beinen und einem längeren Rücken dagegen können ihre Wirbelsäule und Gelenke bei solchen Bewegungen leichter verletzen.

Folgende Rassen sind perfekt fürs Joggen mit Hund geeignet:

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass sich Windhundearten zum Joggen eignen, sind diese eher für kurze Laufstrecken gemacht. So sind Greyhounds und Whippets die perfekten Sprinter unter den Hunden.

Worauf muss ich beim Joggen mit Hund sonst noch achten?

Damit sich Ihr Hund vom Lauftraining gut erholen kann, sollten Sie nur ein- bis zweimal pro Woche mit Ihrem Liebling joggen gehen. So können Sie schmerzhafte und langwierige Verletzungen bei Ihrem Hund vorbeugen.

Ein weiterer Tipp für heisse Sommertage: In der prallen Sonne zu laufen, ist für Ihren Hund – wie auch für Sie – kein schönes Erlebnis. Achten Sie daher darauf, dass genügend Schatten vorhanden ist oder Sie nur in den kühleren Morgen- oder Abendstunden joggen. Gehen Sie im Sommer laufen, sollten Sie heissen Asphalt unbedingt umgehen und kühlen Waldboden vorziehen.

Checkliste Jogging mit Hund
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